Feingehalt

Feingehalt

Der Feingehalt-Wert gibt Auskunft darüber wie hoch der Anteil beziehungsweise das Gewicht der Edelmetalle in einer Edelstahllegierung oder einem Edelstahlgegenstand wie Münzen, Barren oder Schmuck ist. Damit wird auch der Wert festgelegt, je mehr Feingehalt ein Schmuckstück aufweisen kann, desto wertiger ist es in der Regel. Schmuck aus Gold, Silber oder Platin besteht nur in den seltensten Fällen aus 100% Feingehalt, da die Eigenschaften dieser drei Rohstoffe sich im Mix mit anderen Metallen meistens verbessern und sich so zur Schmuckherstellung eignen. Gängige Systeme, um den Feingehalt zu messen sind das millesimale und das Karat System. In Deutschland gilt vor allem erstes als Standard System. Es misst wie viel Teile von insgesamt 1000 entweder reines Gold, Platin oder Silber sind. Die gebräuchliche Maßeinheit sind also Promille. Das Karat System ist vor allem in den USA sowie in Großbritannien sehr verbreitet. Es besteht aus 24 Teilen, wobei 24 von 24 Teilen 100% entsprechen. Silber wurde früher im 16-teiligen Lot angegeben.

 

Gesetzlich gesehen, haben Goldschmiede freie Wahl wie viel Feingehalt sie in ihre Schmuckstücke stecken. Allerdings gibt es pro Edelmetall bestimmte Normen die standardmäßig eingehalten werden. Seit 2015 müssen diese auch angegeben werden und dürfen höchstens eine Abweichung von zehn Tausendteilen haben. Damit der Feingehalt von Gold und Silber für jeden erkennbar ist, sollen Schmuckstücke aus diesen Legierungen eine sogenannte Punze tragen. Dies ist ein Feingehaltstempel, der Auskunft über den jeweiligen Gehalt gibt. Für Platin besteht diese Kennzeichnungspflicht in Deutschland nicht. Die Kennzeichnung folgt immer nach dem millesimalen System und wird auf die nächste dreistellige Zahl gerundet. Diese ist immer punziert, also gestempelt und nie gelasert. Geprüft wird dies durch den Hersteller und Verkäufer. Sie sind für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich, staatlich geprüft werden diese nicht. Zusätzliche Angaben auf Schmuckstücken neben dem Feingehalt können  Meister- oder Firmenzeichen sowie chemische Kurzzeichen des Materials sein.