Diamantenschliff

Diamantenschliff

Mithilfe des Diamantenschliffs verwandeln sich Rohdiamanten in funkelnde Edelsteine, die auf dem heutigen Schmuckmarkt mehr als beliebt sind. Besonders der Schliff ist eines der vier wichtigsten Qualitätsmerkmale für Diamanten. Neben dem Schliff sind Farbe, Karat und Klarheit entscheidend.

 

Der Beruf des Diamantenschleifers ist ein eigener Zweig und unterscheidet sich von dem des Edelsteinschleifers. Diamanten sind der härteste, in der Natur vorkommende Rohstoff. Deshalb gestaltet sich der Schleifvorgang besonders schwierig. Am häufigsten werden Diamanten nur mithilfe anderer Diamanten geschliffen. Diese kommen meist aus New England in Australien, da es dort die härtesten Diamanten-Vorkommen hat. Eine Ausnahme bildet der Kubisch, er ist nicht ganz so hart wie ein Diamant, lässt sich aber trotzdem als Schleifwerkzeug einsetzen. Techniken zum Bearbeiten eines Rohsteins sind Spalten, Sägen, Läsern, Reiben, Trommeln, Schleifen, Lapädieren und Polieren. Zur Diamantenbearbeitung eignet sich vor allem das Schleifen, Polieren oder Spalten. Formen für geschliffene Diamanten können sehr vielfältig sein. Sie reichen von runden Schliffen über Tropfen-, Marquise-, Navette- und Ovalformen bis hin zu bekannten Hearts & Arrows oder Rosecut Diamanten.

 

Bevor ein Diamantenschleifer mit dem Schleifprozess beginnt, muss er sich erst einmal einen Überblick über den Rohstoff verschaffen. Jeder Diamant ist in seiner Beschaffenheit einzigartig und will auch so geschliffen werden. Wie ein Rohstein geschliffen wird, entscheidet die Lage der Einschlüsse. Ebenso ist der Verwendungszweck des Edelsteins wichtig, oft wird er nämlich für ein ganz spezielles Schmuck-Design kreiert und dementsprechend geschliffen und angepasst. Ziel eines Diamantenschliffs ist es immer die höchste Brillanz und das Feuer, welches in Diamanten schlummert, optimal zu betonen und hervorzuheben. Dabei kann ein Diamant schnell 50% seines Ursprungsgewichts verlieren, was natürlich auch einen Wertverlust mit sich bringt. Deshalb wird zugunsten eines höheren Wertes oft lieber gewichtshaltend geschliffen. Der Diamantenschliff entstand erst Mitte des 14. Jahrhunderts, da man erst da erste Werkzeuge zum Schleifen des harten Rohstoffes erfand. Bis heute ist der runde Brillanten-Schliff Anfang des 20. Jahrhunderts eine der wichtigsten Neuerungen in der Diamantenschleiferei.